Passgenaues Implantat für den ÖFB-Teamchef

​Im Rahmen eines minimalinvasiven Eingriffs implantierte OA Dr. Werner Maurer-Ertl von der Univ.-Klinik für Orthopädie und Traumatologie gemeinsam mit OA Dr. Andreas Fellner von der Univ.-Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin dem ÖFB-Teamchef einen passgenau geplanten Kurzschaft. Beim Implantat handelt es sich um einen Kurzschaft, der im Vorfeld digital und damit millimetergenau entsprechend der Anatomie des Patienten geplant wurde. „Durch die Passgenauigkeit, die gebogene Form sowie die Kürze der Prothese braucht man für deren Fixierung weit weniger Knochensubstanz zu entfernen als dies für einen bisher verwendeten Langschaft notwendig gewesen ist“, konkretisiert der Orthopäde und beschreibt kurz den technischen Aufbau des Systems: „Auf den Schaft wird ein Keramik-Kugelgelenk gesetzt, das über ein sogenanntes Keramik-Inlay mit der Hüftpfanne im Beckenknochen verbunden ist. Die Pfanne selbst besteht wie der Schaft aus Titan.“ Ein weiterer großer Vorteil des neuen Implantats: Die speziell beschichtete, raue Oberflächenstruktur ermöglicht eine zementfreie Fixierung.

Der Teamchef ist wohlauf und ist laut Experten bald wieder fit für das nächste Länderspiel.

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 OA Dr. Andreas Fellner von der Univ.-Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des LKH-Univ. Klinikum Graz und Teamchef Franco Foda sowie OA Dr. Werner Maurer-Ertl von der Univ.-Klinik für Orthopädie und Traumatologie des LKH-Univ. Klinikum Graz (Foto: W. Stieber)
Letzte Aktualisierung: 19.04.2018