Sektion Konservative Orthopädie

Leitung: Dr. Christine Wibmer
​1. Stv. ​PD Dr. Gerwin Alexander Bernhardt
​2. Stv. ​Univ.-Prof. Dr. Renate Kraßnig
 
Die konservative Orthopädie beschäftigt sich mit nicht-operativen Methoden zur Behandlung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Behandelt werden PatientInnen, bei denen eine Operation zum gegebenen Zeitpunkt noch nicht indiziert ist bzw. aus diversen Gründen nicht durchgeführt werden kann, sowie PatientInnen, welche bereits operiert wurden. In vielen Fällen sind konservative Maßnahmen erfolgreich und eine Operation kann umgangen werden. Während die konservative Orthopädie in den meisten Fällen im niedergelassenen Facharztbereich praktiziert wird, findet sie in den meisten Krankenhäusern eine untergeordnete Bedeutung. Mit der Gründung der neuen Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie und des parallel entstandenen neuen Faches wurde die Sektion  Konservative Orthopädie“ gegründet, um die konservative Therapie auch im universitären Bereich abzubilden und den Stellenwert der konservativen Therapie, die bis dato eine untergeordnete Rolle in der Ausbildung von JungärztInnen spielte, zu erhöhen. Die Sektion sieht sich als Ergänzung zu den anderen Spezialteams an der Klinik, die jedoch nach wie vor ihre eigenen PatientInnen vor und nach den Operationen betreuen.


Schwerpunkte der konservativen Therapie
Ein Schwerpunkt ist die Schmerztherapie bei Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates vor allem im Bereich der Wirbelsäule, um eine Chronifizierung akuter Schmerzen zu verhindern, beziehungsweise einen bereits chronischen Schmerzzustand dahingehend zu therapieren und um die Lebensqualität und Mobilität zu steigern bzw. zu verbessern. Hierbei existiert eine enge Zusammenarbeit mit der Schmerzambulanz der Univ.-Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, welche auch bei der Entwicklung einer neuen gemeinsamen Schmerz SOP für den Bereich der Orthopädie und Traumatologie mitgearbeitet hat. Das erarbeitete Schmerzschema dient als Anleitung in der Behandlung von PatientInnen sowohl bei postoperativen als auch bei konservativen Schmerzen. Zusätzlich zur oralen Medikamentenverabreichung werden Infiltrationen und Injektionen als Domäne der orthopädischen Schmerztherapie verwendet. Ergänzend finden bedarfsweise die Neuraltherapie und Akkupunktur in bestimmten Fällen Anwendung. Physikalische Maßnahmen werden in den meisten Fällen im Rahmen der Physiotherapie oder Ergotherapie bei stationären PatientInnen durchgeführt oder aber bei der der konservativen rehabilitativen Therapie im ambulanten Bereich nach erfolgter Operation. Eine weitere Domäne der konservativen Therapie stellt die Manuelle Therapie (= Chirotherapie) dar. Dabei  handelt es sich um Untersuchungs- und Behandlungstechniken, die Verspannungen und Blockaden im Stütz- und Bewegungsapparat lösen und damit Schmerzen lindern oder auflösen sollen.


Kooperation mit der HNO
Eine spezielle Übereinkunft existiert mit der HNO Klinik, die auf konsiliarischer Basis PatientInnen zur ambulanten Betreuung bei uns vorstellt. In den meisten Fällen handelt sich um PatientInnen mit Tinnitus, Schluck- oder Sprach- störungen sowie mit Schwindel. Bei diesen PatientInnen können Pathologien im Bereich der Halswirbelsäule zusätzlich für diese Symptome mitverantwortlich sein.

 

Sektion Konservative Jahresbericht.pdfJahresbericht 2017_Sektion Konservative

Letzte Aktualisierung: 20.04.2018